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Mitbringsel beim Besuch

Besucher und Besucherinnen können der Person im Abschiebehaft Lebensmittel und Sachen mitbringen. Hierbei sind folgende Regeln zu beachten.

Bargeld
Beim Besuch darf maximal 20 Euro Bargeld übergeben werden. Direkt vor der Abschiebung darf die Person, die abgeschoben wird, maximal 55 Euro als Handgeld während der Reise mitnehmen. Größere Beträge werden von der Polizei auf einem Konto gutgeschrieben. Von diesem Konto werden auch die Haftkosten abgebucht (62 Euro pro Tag). Beträge über 20 oder 55 Euro kommen also nicht direkt in die Hände der Person, die besucht wird. Wenn mehr Geld benötigt wird für die ersten Tage nach der Abschiebung, empfiehlt sich eine Geldüberweisung über Western Union oder andere Möglichkeiten internationaler Geldüberweisung zu nutzen.

Handy und Elektronik
Inhaftierte dürfen ihr Handy im Abschiebehaft behalten, wenn es keine eingebaute Kamera hat. Wenn dem Inhaftierten das Handy deswegen abgenommen worden ist, kann ein älteres Modell ohne Kamera besorgt werden und beim Besuch mitgebracht werden. Technische Geräte (Handy, Walkman, Radio) müssen manchmal vor den PolizistInnen aufgeschraubt werden (um zu kontrollieren, ob keine Drogen drin sind), also am besten einen kleinen Schraubenzieher mitnehmen.

Erlaubte Mitbringsel und Lebensmittel
Es ist zu empfehlen vorher die Person auf sein/ihr Handy im Abschiebehaft anzurufen, um den Besuch anzukündigen und zu fragen, ob er/sie noch etwas braucht. Die Mitbringsel werden vom Wachpersonal überprüft. Erlaubt sind: Telefonkarte (für das Handy oder für das öffentliche Kartentelefon in der Abschiebehaft), Zeitungen und Zeitschriften, Gesellschaftsspiele, Zigaretten (keine illegal gekaufte Zigaretten!), Süßigkeiten, Obst und Gemüse, Getränke in Plastikflaschen, Döner Kebab, Grillhähnchen oder anderes gekauftes Essen.

Nicht erlaubte Mitbringsel und Lebensmittel
Sachen, die grundsätzlich nicht mitgebracht werden können: aus Sicherheitsgründen nichts aus Glas oder Metall (also: keine Glasflaschen, keine Marmelade oder Nutella im Glas oder Konserven), kein rohes, ungebratenes Fleisch/Fisch/Eier (wegen der Gefahr der Salmonellen Bakterie), kein selbst zubereitetes Essen (wegen der Vermutung, hier Drogen oder anderes drin zu verstecken), nichts in angebrochener Verpackung (man kann aber die Verpackung vor dem Augen der PolizistInnen aufmachen und in eine selbst mitgebrachte Plastiktüte umfüllen. Auf diese Weise wird es meist reingelassen), kein Feuerzeug oder Streichhölzer (die Inhaftierten dürfen rauchen aber müssen die PolizistInnen um Feuer bitten).

Grundnahrungsmittel sind Verhandlungssache
Es gibt einige Lebensmittel, die abhängig vom Wachpersonal reingelassen werden oder nicht. Die Inhaftierten haben Zugang zu einer Aufwärmküche und können also Essen aufwärmen. Es ist abhängig vom Wachpersonal, ob sie Grundnahrungsmittel wie mitgebrachten, ungekochten Reis, Kartoffeln oder Nudeln reinlassen oder nicht. Einige Wachleute sehen die Küche nur als Aufwärmküche, wo nicht gekocht werden darf, andere Wachleute lassen Lebensmittel, die gekocht werden müssen reingehen. Bei diesen Lebensmittel lohnt es sich, es einfach wieder zu versuchen und mit dem Wachpersonal zu diskutieren.

Sozialarbeit in der Abschiebehaft
Es gibt in der Abschiebehaft Sozialarbeiter/-innen, einen polizeiärztlichen Dienst, Rechtsberatung und Seelsorger/-innen. Wie diese unterstützen können steht hier » Unterstützung in der Haft.